wU16 gewinnt gegen die Elternmannschaft knapp mit 1:0

Freitagabend, Hockeyplatz des GHC in GroĂźbeeren. Eigentlich beste Voraussetzungen fĂĽr einen entspannten Hockeyabend.

Eigentlich.

Denn die Elternmannschaft war nicht gekommen, um den Nachwuchs ein bisschen zu beschäftigen. Das Ziel war vorher ziemlich eindeutig formuliert worden:

Wir wollen gewinnen!

Dafür hatte man sich vorsichtshalber ein wenig Verstärkung organisiert. Einige erfahrene Spielerinnen aus der Damenmannschaft unterstützten die Eltern, dazu kam mit Zora noch junge Verstärkung aus der wU14.

Man könnte sagen: Die Eltern hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Zumindest auf dem Papier. 😄

Die Eltern bauen das Bollwerk

Im ersten Viertel wurde schnell klar, wie die taktische Marschroute der Eltern aussehen sollte: hinten kompakt stehen, der wU16 möglichst wenig Raum geben und bei Ballgewinn schnell umschalten.

Und tatsächlich funktionierte das erstaunlich gut.

Die wU16 hatte zwar mehr vom Spiel, doch die Eltern verteidigten leidenschaftlich und erarbeiteten sich immer wieder eigene Kontermöglichkeiten. Dass aus diesen Situationen nicht mehr entstand, lag weniger am Willen als an einigen kleinen technischen Details.

Mal kam der letzte Pass nicht ganz dort an, wo er geplant war, mal wurde der Ball vorsichtshalber sofort weitergespielt, obwohl man durchaus noch ein paar Meter hätte laufen können.

Vielleicht war es aber auch einfach cleveres Energiemanagement. SchlieĂźlich lagen noch einige Viertel vor uns. 😉

Und dann war da Markus …

Je länger das Spiel dauerte, desto mutiger wurde die wU16.

Die anfängliche Zurückhaltung verschwand und die jungen Damen zeigten zunehmend, was sie können: Tempo, technische Raffinesse und schnelles Kombinationsspiel.

Doch sie hatten ein Problem.

Markus.

Unser Keeper erwischte einen absoluten Sahnetag. Was auch immer in Richtung Elterntor unterwegs war – Markus war irgendwie da.

Handschuh. Schoner. Fuß. Schläger. Vermutlich hätte er an diesem Abend notfalls auch noch mit der Trinkflasche pariert.

Ob diese Leistung ausschlieĂźlich seinem eigenen Können zu verdanken war oder ob Sohn Lasse vorher noch ein paar geheime Torwarttipps gegeben hatte, bleibt innerhalb der Familie. 🧤😉

Auch die Verteidigung vor ihm machte einen richtig starken Job. Es wurde gekämpft, gelaufen, geblockt und der wU16 das Leben erstaunlich schwer gemacht.

Nur einmal passte es nicht ganz.

Eine kleine Nachlässigkeit in der Defensive – und genau diese nutzte die wU16 konsequent.

1:0 für die Mädels.

Die Eltern geben nicht auf

Wer jetzt dachte, die Eltern würden sich ihrem Schicksal ergeben, hatte die Motivation dieser Mannschaft deutlich unterschätzt.

Gerade in der zweiten Hälfte wurden die eigenen Aktionen besser. Der Spielaufbau funktionierte zunehmend, einige Konter wurden richtig schön herausgespielt und auch Miley im Tor der wU16 durfte nicht einfach nur interessiert zuschauen.

Sie musste tatsächlich einige Male eingreifen.

Das Problem lag eher in den letzten Metern.

Bis zum Schusskreis sah manches schon verdächtig nach richtigem Hockey aus. Im entscheidenden Moment fehlte dann gelegentlich noch die saubere Ballannahme, der letzte Pass oder der erfolgreiche Abschluss.

Fazit für das nächste Training: Konter können wir. Wir müssen sie nur noch mit Toren beenden.

Klingt machbar.

Auf der anderen Seite erhöhte die wU16 noch einmal das Tempo. Doch die Elternverteidigung hielt mit erstaunlichem Biss dagegen.

Und irgendwann wurde auch deutlich, dass der Begriff „Auslaufen“ bei einer 15-jährigen Hockeyspielerin und einem Elternhockeyspieler offenbar völlig unterschiedliche Bedeutungen besitzt. 😄

Einige Eltern verlieĂźen den Platz jedenfalls ordentlich durchgeschwitzt.

Der wissenschaftliche Beweis war damit erbracht:

Es wurde tatsächlich gelaufen.

Lob vom Damencoach – angeblich!

Das vielleicht größte Kompliment des Abends kam allerdings von unerwarteter Seite.

Die Elternmannschaft soll für einige ihrer Aktionen sogar Lob vom Damencoach bekommen haben.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich festhalten, dass es dafür Zeugen gibt.

Er selbst würde das vermutlich niemals so deutlich bestätigen.

SchlieĂźlich hat er einen Ruf zu verlieren. 😎

Am Ende gewinnt die Jugend – knapp!

Nach vier intensiven Vierteln blieb es beim 1:0 für die wU16.

Und dieser Sieg war verdient.

Die jungen Spielerinnen ĂĽberzeugten mit Schnelligkeit, Technik und Zusammenspiel. Gleichzeitig zeigte die Elternmannschaft, dass sie inzwischen mehr kann, als nur ihre Kinder vom Spielfeldrand aus mit fachlich zweifelsfreien taktischen Hinweisen zu versorgen. 😉

Vor allem defensiv war das eine richtig starke Leistung.

Mit etwas mehr Ruhe im Spielaufbau, saubereren Ballannahmen und konsequenter ausgespielten Kontern hätte dieser Abend sogar noch eine andere Wendung nehmen können.

So aber steht am Ende:

wU16 SG HCBB/GHC – Elternmannschaft 1:0

Und trotzdem dĂĽrfen die Eltern mit erhobenem Kopf vom Platz gehen.

Denn aus der ursprünglich vielleicht etwas gewagten Idee, die wU16 herauszufordern, entwickelte sich ein intensives, überraschend ausgeglichenes und vor allem richtig schönes Hockeyspiel.

❤️ Danke!

Ein großes Dankeschön geht an Philipp und Anton, die beiden Trainer der wU16, und natürlich an die gesamte Mannschaft, dass ihr unsere Herausforderung angenommen habt.

Ebenso bedanken wir uns ganz herzlich bei unserer weiblichen Verstärkung aus der Damenmannschaft. Dadurch konnten auch unsere eigenen Damen zwischendurch tatsächlich einmal durchatmen – ein Luxus, den wir an diesem Abend sehr zu schätzen wussten.

Und natürlich ein ganz besonderes Dankeschön an unseren Lieblings-FSJler Mika.

Er hat in den vergangenen Trainingseinheiten mit viel Herzblut versucht, uns den letzten Feinschliff zu verpassen.

Mika: Man konnte ihn sehen!

Zumindest phasenweise. 😄

Am Ende bleibt ein toller Hockeyabend, eine starke wU16, eine ĂĽberraschend bissige Elternmannschaft und die Erkenntnis:

Die Jugend gewinnt das erste Duell mit 1:0.

Aber liebe Mädels …

So knapp kann man durchaus ĂĽber eine Revanche reden. 😉🏑

FĂĽr die Elternmannschaft
Christian